Nach knapp 22 Jahren Chinchillas - deren Haltung, Pflege, viel Bemühen um das Wohl aller Tiere deren Besitzer um Hilfe baten und letztendlich Erreichen meines Zieles welches ich 2007 beschlossen und 2009 verwirklicht hatte, beschränke ich meinen Tierbestand entweder auf zwei oder keines, das wird die nächste Zeit mir zeigen, da von einem bei mir noch befindlichen Chinchilla Nachwuchs erwartet wird. Vordergründig stehen meine Herzerkrankung und Erkrankung an Borrelliose nachdem es für mich November 2007 schon einmal gesundheitlich mehr als sehr eng wurde, aber nicht zuletzt auch weil ich mein Ziel Afro Violett Angora als erste weltweit zu züchten erfüllt erreicht habe. Ich habe bereits 2007 mir damals vertrauten Personen gesagt „wenn ich mein violettes Angora habe höre ich auf“ - aber spätestens jetzt ist es aus den genannten Gründen bezüglich meiner "Gesundheit" so weit.
Bemerkungen die sicher nicht uninteressant sind;
Die meisten meiner Tiere hat Silke nahe dem Attersee www.attersee.chinchillas.at gekauft wo ich „meine“ Tiere nach wie vor jederzeit sehen kann und mir sicher sein kann dass es ihnen gut gehen wird. Silke hat sich über die Jahre stets weiterentwickelt, sie lernte rechtzeitig zu erkennen wenn ein Chinchilla etwas hat und reagiert sofort mit einem Tierarztbesuch darauf. Zusammenfassend, so empfinde ich es, hat Silke sich weiter zu einem erwachsenen und sehr vernünftig denkenden Menschen und für mich sehr vertrauenswürdigen Züchter entwickelt – was man nur von außerordentlich wenigen der im Dunstkreis der Chinchillas Befindlichen sagen kann, wobei einige sich sogar enttäuschend rückentwickelt haben.
Silke und ich hatten durch Menschen welche manchmal den eigenen Lebensweg kreuzen (sei es erwünscht oder auch nicht) auch eine problembehaftete Zeit durchlebt. „Wegelagerer“ (wie ich sie nenne) die später mir die Angoras sehr neidig waren und meinen Werdegang auch heute noch neidig sind. „Wegelagerer“ die den Käufern ihrer Tiere verbieten zu dem Tierarzt zu gehen wo ich (ehrenamtlich) arbeite um zu vertuschen und zu vereiteln – „Wegelagerer“ die seinerzeit über die Angoras spotteten anfeindeten weil sie selbst keine hatten, aber damals schon gerne gehabt hätten – ich haben niemanden daran gehindert jeder hätte sich welche kaufen können (vielleicht nicht unbedingt bei mir denn ich habe mir die Personen so gut wie möglich angesehen und dann entschieden, aber selbst da können Patzer passieren), durch ihren Neid haben sie sich selbst behindert.
Jeder einzelne dieser „Wegelagerer“ hat(te) etwas Nettes an sich, doch der Neid und die Gier lässt sich im und auch vom nettesten Menschen nicht dauerhaft verbergen. Diese „Wegelagerer“ funktionieren nicht einmal als Gruppe, nur durch ihre Gemeinsamkeit nämlich dem Neid anderer gegenüber und die Angst jeder für sich alleine zu sein, da keiner aus eigener Kraft etwas zu bewirken vermag. Selbst das von mir selbst entwickelte Chinchillafutter Austria-Chin Pellets wurde versucht zu bojkottieren, auch dies gelang nicht und die Tatsache dass bei mir, als kleiner, amtlich gemeldeten und offiziell registrierter Hobbyzüchterin, die meisten Angora und Angoraträger geboren wurden spricht für sich.
Ich lehne mich entspannt zurück und freue mich dass ich mein Ziel - weltweit das erste Royal Persian Angora in Afro Violett zu züchten - erreicht habe und nun ein anderes, für mich, vielleicht gesünderes Leben, vor mir steht – ein neuer Abschnitt beginnt für mich.
Für mich war es keine Sekunde „Chinchilla gekauft in einen Käfig gehockt und fertig“ für mich waren viele schlaflose Nächte wenn ich das Gefühl hatte eine Gruppe harmoniert nicht so wie sein sollte, als ein Chinchilla zuerst ein Bein „verlor“ und dann beinahe das Zweite waren es viele verzweifelte Wochen und keine einzige mit Schlaf gesegnete Nacht, auch die Überlegung welchem Interessenten
ich ein Tier anvertrauen möchte und wem nicht hat mir viele Sorgen und schlaflose Nächte bereitet. Selbst Mails von hilfesuchenden Chinchillabesitzern haben mich viele Nächte gefordert, mir war und
ist kein einziges Chinchilla, von wem es auch sei, gleichgültig. Letztendlich dann bei einem 40 Std-Job auch da noch alles so zu machen, dass ich mit beruhigter Seele und gutem Gewissen alles so hatte
wie ich es mir für meine Tiere vorstellte und immer die Angst im Nacken „was wenn ich wieder in´s Spital muss“… all dies und noch viele Gedanken mehr - damit habe ich es mir selbst nie leicht gemacht.
Zu guter Letzt möchte ich den vielen Menschen die ich kennen und schätzen gelernt habe danke sagen - danke für euer mir entgegengebrachtes Vertrauen und die vielen netten Momente, Stunden und mit manchen auch Jahre – ihr wisst wo ihr mich findet - ich werde auch weiterhin da sein wenn ihr mich oder etwas braucht. Ich bin ja nicht tot und werde auch künftig mit Chinchillas und deren Halter und Züchter zu tun haben, sowie die eine oder andere Schau besuchen, wie auch weiterhin etwas zu sagen haben. Als NGO des Tieranwaltes der MA60, Vorstandsvorsitzende des 1. Österreichischen Chinchilla-Vereins, ebenso im Tierambulatorium Wienerberg (ehrenamtlich) wird man mich ebenfalls wiederfinden. Interessante Berichte werden auch künftig auf dieser Homepage zu finden sein.
zum Kauf steht übrigens die Domain chinchilla.at
22.02.2011